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Marktdaten

Wonach Ihre Mandanten 2026 googeln.

Neumandanten · 12. Juli 2026 · Lesezeit ca. 6 Min. · Datenbasis: 1.057 Anwalts-Keywords, Google Keyword Planner (Juli 2025 – Juni 2026)

Rund 1,01 Millionen Mal pro Monat googeln Menschen in Deutschland nach Anwälten, Kanzleien und Rechtsgebieten. Wer verstehen will, wie Mandate entstehen, sollte diese Suchanfragen kennen — denn sie verändern sich gerade grundlegend. Wir haben 1.057 Keywords über zwölf Monate ausgewertet. Das sind die Muster.

Wo die Nachfrage liegt: die Rechtsgebiete

RechtsgebietSuchen/Monat
Familienrecht115.200
Generische Anwaltssuche90.890
Arbeitsrecht88.570
Sozialrecht87.710
Erbrecht81.090
Strafrecht68.400
Mietrecht60.230
Verkehrsrecht56.570

Familienrecht ist das mit Abstand nachfragestärkste B2C-Rechtsgebiet. Bemerkenswert ist Platz 2: Fast 91.000 Suchen pro Monat sind noch generisch („rechtsanwalt“, „anwalt“) — aber genau dieses Segment schrumpft am schnellsten.

Das große Muster: spezifisch schlägt generisch

Der Gesamtmarkt kühlt leicht ab (−3,8 % im Jahresvergleich). Doch darunter verschieben sich die Gewichte massiv — in eine klare Richtung:

SuchanfrageSuchen/MonatTrend
rechtsanwalt49.500−18 %
anwalt in der nähe9.900−55 %
familienanwälte880−70 %
fachanwalt für erbrecht in der nähe1.000+171 %
guter anwalt (für) arbeitsrecht780+175 %
bester anwalt erbrecht320+878 %

Dreimal dieselbe Geschichte: Die unspezifische Suche stirbt, die präzise Suche explodiert. Mandanten suchen nicht mehr „einen Anwalt“ — sie suchen den richtigen Fachanwalt, in ihrer Nähe, mit gutem Ruf. Alle drei Kriterien stecken inzwischen wörtlich in den Suchanfragen.

Was das über Ihre Mandanten verrät: Wer „bester Anwalt Erbrecht“ eingibt, hat eine Auswahl-Entscheidung vor sich — und wird sie über Google-Bewertungen, Fachanwaltstitel und den ersten Eindruck der Website treffen. Die Kanzlei, die dort nur mit „Wir beraten in allen Rechtsgebieten“ auftritt, kommt in dieser Auswahl nicht vor.

Drei Nischen-Signale mit Ansage

Was Ihre Kanzlei daraus machen sollte

  1. Eine Seite pro Rechtsgebiet und Ort — „Fachanwalt für Familienrecht in [Stadt]“ beantwortet exakt die wachsenden Suchmuster. Die Startseite tut das nicht.
  2. Bewertungen als Dauerprozess. Die „bester/guter Anwalt“-Suchen entscheiden sich über Ihr Google-Profil — der beste Moment für die Bewertungsanfrage ist der erfolgreiche Mandatsabschluss.
  3. Anzeigen auf die spezifischen Suchen. Fachgebiets-Keywords sind werblich kaum besetzt (nur 10 % des Marktvolumens gelten als stark umkämpft) — der Klick kostet dort oft unter 3 €.

Die vollständige Analyse: Kanzlei-Marketing-Report 2026

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