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Marktdaten

Was kostet eine Mandantenanfrage 2026 wirklich?

Neumandanten · 11. Juli 2026 · Lesezeit ca. 5 Min. · Datenbasis: 1.057 Anwalts-Keywords, Google Keyword Planner (Juli 2025 – Juni 2026)

Wer als Kanzlei über Google Anzeigen schaltet — oder es von einer Agentur schalten lässt — sollte zwei Zahlen kennen: den Klickpreis seines Rechtsgebiets und die realistische Anfragequote einer guten Zielseite. Aus beidem ergeben sich die Kosten pro Mandantenanfrage. Die erste Zahl veröffentlicht Google selbst; man muss sie nur auswerten.

Die Klickpreise je Rechtsgebiet

Wir haben die von Google ausgewiesenen Gebotsspannen („Top of page bid“) für 1.057 Anwalts-Keywords volumengewichtet je Rechtsgebiet zusammengefasst:

RechtsgebietKlickpreis vonbis
Sozialrecht0,56 €1,94 €
Mietrecht0,93 €5,05 €
Familienrecht1,16 €5,69 €
Erbrecht1,26 €7,67 €
Verkehrsrecht2,46 €10,09 €
Arbeitsrecht2,60 €10,21 €
Strafrecht3,48 €13,61 €

Die Spanne zwischen dem günstigsten und dem teuersten Rechtsgebiet beträgt den Faktor 20. Ein Werbebudget, das im Sozialrecht hunderte Klicks kauft, reicht im Strafrecht für ein paar Dutzend.

Interessant: Der hohe Strafrecht-CPC entsteht nicht durch viele Wettbewerber — nur 0,2 % des Strafrecht-Suchvolumens ist laut Google stark umkämpft. Er entsteht durch Dringlichkeit: Wer nach einer Hausdurchsuchung einen Verteidiger sucht, klickt sofort. Wenige Bieter, hohe Zahlungsbereitschaft.

Vom Klick zur Anfrage: das Rechenbeispiel

Der Klick ist nur der Anfang. Entscheidend ist, wie viele Klicks zu einer Anfrage werden. Realistische Anfragequoten guter, fachspezifischer Zielseiten liegen bei 5–10 %. Daraus ergibt sich für das Familienrecht:

Setzt man eine nüchterne Mandatsquote von 25–40 % auf qualifizierte Anfragen an, kostet das gewonnene Mandat zwischen 75 und 240 € — bei durchschnittlichen Gegenstandswerten im Familienrecht eine Rechnung, die sich selbst erklärt.

Rechnen Sie selbst

Verschieben Sie die Regler und sehen Sie, was eine Anfrage kosten darf, damit ein Mandat profitabel bleibt. Die Presets zeigen den Unterschied zwischen geteilten Leads (10 % Mandatsquote) und exklusiven, vorqualifizierten Anfragen (30 %) bei gleichem Stückpreis.

Rechner: Was darf eine Anfrage kosten — und was kostet ein Mandat?

Anfragen je Mandat
Anfrage-Kosten je Mandat
Deckungsbeitrag je Mandat
bleibt nach Anfrage-Kosten

Vereinfachtes Modell (ohne Bearbeitungszeit und weitere Fixkosten). Es zeigt den Kern: Bei gleichem Stückpreis entscheidet die Mandatsquote, ob sich Anfragen rechnen — und die hängt an Exklusivität, Vorqualifizierung und Reaktionszeit. Genau diese Kennzahlen rechnet Ihnen die kostenlose Potenzial-Analyse für Ihr Rechtsgebiet vor.

Warum viele Kanzleien trotzdem drauflegen

Die häufigsten Gründe, warum dieselbe Rechnung in der Praxis scheitert:

  1. Generische Zielseiten. Die Anzeige verspricht „Fachanwalt für Familienrecht in Hamburg“, die Klicks landen auf der Kanzlei-Startseite mit acht Rechtsgebieten. Die Anfragequote fällt von 8 % auf 1 %.
  2. Kein Conversion-Tracking. Ohne Messung fließt Budget monatelang in Keywords, die klicken, aber nie anfragen.
  3. Keine Vorqualifizierung. Jeder Anruf ist erst einmal Arbeitszeit. Ohne Filterfragen zahlt die Kanzlei für Anfragen außerhalb des Fachgebiets.
  4. Langsame Reaktion. Bei akuten Anliegen mandatiert, wer zuerst antwortet. Eine Anfrage, die 24 Stunden liegt, ist oft schon beim Wettbewerber.

Die vollständigen Marktdaten: Kanzlei-Marketing-Report 2026

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